FOV-Rechner für SimRacing – das perfekte Sichtfeld einstellen
Wie realistisch sich eine Rennsimulation anfühlt, hängt nicht nur von deiner verwendeten Hardware ab. Auch die richtige Perspektive auf die Strecke spielt eine wichtige Rolle. Ist dein Field of View (FOV) zu groß oder zu klein eingestellt, können Entfernungen, Kurven und das Geschwindigkeitsempfinden anders wirken, als es dein reales Bildschirm-Setup eigentlich vorgibt.
Als erfahrener SimRacing-Shop beschäftigen wir uns täglich mit unterschiedlichsten Konfigurationen. In unserem Sim-Racing-Center kommen unter anderem 49-Zoll- und 57-Zoll-Ultrawide-Monitore sowie ein Triple-Screen-Setup mit drei 32-Zoll-Monitoren zum Einsatz. Daher wissen wir aus der Praxis, wie stark sich Monitorgröße, Sitzabstand und Bildschirmaufbau auf die Perspektive auswirken können. Mit unserem FOV-Rechner möchten wir dir helfen, einen geometrisch korrekten Ausgangswert für dein eigenes Setup zu bestimmen.
Was bedeutet FOV beim SimRacing?
Bevor wir auf die möglichen FOV-Settings und gängigen Fehler eingehen, möchten wir zunächst erklären, was es mit diesem Begriff genau auf sich hat. FOV steht für „Field of View“ und beschreibt den Sichtwinkel, den du innerhalb einer Simulation vor dir siehst. Du kannst dir deinen Monitor dabei bildlich wie ein Fenster auf das virtuelle Renngeschehen vorstellen. Je näher sich dieses Fenster an deinen Augen befindet und je größer es ist, desto umfangreicher ist der Ausschnitt, den du aus deiner Sitzposition wahrnimmst.
Dabei wird zwischen horizontalem und vertikalem FOV unterschieden. Der hFOV beschreibt den Sichtwinkel von links nach rechts, während sich der vFOV auf den Bereich von oben nach unten bezieht. Diese Unterscheidung ist wichtig, weil Rennsimulationen nicht immer denselben FOV-Wert erwarten.
Warum ist das richtige FOV beim SimRacing wichtig?
Falls du dich jetzt fragst, warum das FOV und somit dein Monitor-Setup so entscheidend sind, wirst du dich wundern: Dein Blickwinkel und das Sichtfeld haben großen Einfluss auf den Realismus des Rennerlebnisses sowie auf deine Performance als Racer.
Der FOV bestimmt nicht nur, wie viel von der Rennstrecke und der Umgebung du auf deinem Monitor sehen kannst. Ein zu groß oder zu klein eingestelltes Sichtfeld verändert auch die perspektivische Darstellung. Bei einem sehr großen FOV wirken Objekte beispielsweise weiter entfernt und die Geschwindigkeit kann stärker erscheinen. Ist das Sichtfeld dagegen sehr eng, entsteht schnell ein herangezoomter Eindruck. Auch Kurven, Bremspunkte und Abstände zu anderen Fahrzeugen können dadurch anders wahrgenommen werden.
Wichtig ist allerdings: Ein berechneter FOV kann zunächst ungewohnt eng wirken, wenn du lange mit einer deutlich größeren Spieleinstellung gefahren bist. Das bedeutet nicht automatisch, dass der Wert falsch ist. Statt den FOV einfach zu erhöhen, solltest du zunächst prüfen, ob deine virtuelle Sitz- und Kameraposition richtig eingestellt ist.
FOV berechnen – diese Werte brauchst du
Um den optimalen FOV für dein Setup berechnen zu können, benötigst du mehrere Parameter. Um diese Daten zu erheben, ist es wichtig, die Maße deines Equipments genau zu ermitteln. Relevant sind vor allem folgende Angaben:
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Monitorgröße und Seitenverhältnis: Entscheidend sind die tatsächlichen Abmessungen des Bildschirms. 16:9, 21:9 und 32:9 führen bei gleicher Diagonale zu unterschiedlichen Breiten. Die Auflösung solltest du dagegen nicht mit der physischen Dimension verwechseln, da sie das geometrische FOV nicht direkt beeinflusst.
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Abstand zwischen Augen und Bildschirm: Setz dich so in deinen SimRacing-Sitz, wie du später auch fährst, und miss von deiner Augenposition bis zur Bildschirmoberfläche. Nicht vom Gestell, Lenkrad oder der Kopfstütze aus messen. Wichtig ist, dass deine Sitzposition bereits feststeht, bevor du die Berechnung startest.
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Position des Monitors: Ein SimRacing-Monitor-Stand hilft dir dabei, das Display gezielt auf deine Sitzposition auszurichten. Je näher du den Monitor an deine Augen bringen kannst, desto größer wird auch der geometrische Sichtwinkel. Änderst du diesen Abstand später deutlich, solltest du den FOV erneut berechnen.
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Art deines Setups: Ein einzelner flacher Monitor lässt sich vergleichsweise einfach berechnen. Bei Triple-Screen- oder Curved-Setups kommen weitere Werte wie Monitorwinkel, Rahmenbreite oder gegebenenfalls der Krümmungsradius hinzu.
FOV-Besonderheiten je nach Monitor-Setup
Um dir noch konkretere Beispiele zu bieten, möchten wir dir im Folgenden zeigen, welche Besonderheiten für den FOV bei unterschiedlichen Monitor-Setups zu beachten gilt.
FOV bei Single-Screen und Ultrawide
Bei einem Single-Screen hängt der Sichtwinkel in erster Linie von Bildschirmgröße, Seitenverhältnis und Sitzabstand ab. Je näher du einen großen Bildschirm an deine Fahrposition bringen kannst, desto größer kann auch dein geometrisch passender Sichtbereich ausfallen. Gerade Ultrawide-Displays bieten aufgrund ihrer großen horizontalen Bildschirmfläche mehr Platz für die Darstellung neben dem direkten Blick nach vorne.
Bei Curved-Ultrawides kommt eine weitere Besonderheit hinzu: Der Bildschirm bildet keine gerade Fläche. Soll die Krümmung exakt in eine Berechnung einfließen, muss deshalb auch der Radius wie beispielsweise 1000R, 1500R oder 1800R berücksichtigt werden.
FOV bei Triple-Screen-Setups
Bei drei Monitoren wird die Einstellung anspruchsvoller. Zusätzlich zu Bildschirmgröße und Sitzabstand solltest du unter anderem die Winkel der Seitenmonitore und die Breite der Bildschirmrahmen berücksichtigen. Der FOV eines Single-Screens sollte deshalb nicht einfach auf drei Screens übertragen werden. Wichtig ist außerdem, dass die verwendete Simulation eine entsprechende Triple-Screen-Projektion unterstützt.
Gerade bei einem Triple-Screen-Setup ist eine stabile Basis wichtig, damit sich Monitore, Sitz und Bedienelemente dauerhaft zueinander ausrichten lassen. Ein passendes Sim-Rig aus unserem Sortiment ermöglicht es dir, deine Fahrposition und Displays richtig einzustellen. Ein solches, professionelles Setup erfordert auch deutlich mehr Grafikleistung, weshalb wir dir zusätzlich einen speziell ausgelegten SimRacing-PC aus unserem Shop empfehlen.
Gelten die FOV-Regeln auch bei VR-Setups?
Bei einer VR-Brille wird das Sichtfeld nicht wie bei einem Monitor über einen klassischen FOV-Wert berechnet, sondern größtenteils durch Displays und Linsen des Headsets bestimmt. Wichtig sind daher vor allem eine korrekt eingestellte IPD und ein sauberer Sitz der Brille vor deinen Augen. Je nach Modell kannst du zusätzlich den Abstand zu den Linsen anpassen, um einen möglichst großen und scharfen Sichtbereich zu erreichen.
FOV in verschiedenen Rennsimulationen einstellen
Neben deinem Setup ist auch der Simulator oder das Spiel für das passende FOV entscheidend. Im Folgenden stellen wir dir zwei beliebte Simulationen vor und worauf besonders geachtet werden sollte:
FOV in DiRT Rally richtig einstellen
Bei DiRT Rally solltest du beachten, dass die FOV-Einstellung nicht einfach einem frei eingegebenen Sichtwinkel in Grad entspricht. Stattdessen lässt sich das Sichtfeld über eine FOV-Anpassung verändern, die unter anderem auf Cockpit-, Motorhauben- und Stoßstangenkameras wirkt. Nutze deinen berechneten FOV deshalb als Orientierung und gleiche die Einstellung anschließend möglichst passend mit deinem realen Monitor-Setup ab.
FOV in Assetto Corsa richtig einstellen
Auch in Assetto Corsa solltest du das FOV gezielt auf deine Monitorgröße und deinen Sitzabstand abstimmen. Wichtig ist, dass die Simulation bei der Kameraeinstellung mit dem vertikalen FOV arbeitet. Achte daher darauf, das berechnete vFOV zu verwenden beziehungsweise einen horizontalen Wert korrekt umzurechnen. Für Triple-Screen-Setups bietet Assetto Corsa zusätzlich eine eigene Konfiguration, um die drei Displays passend auszurichten.
Typische Fehler beim Einstellen des FOVs vermeiden
Auch wenn du deine Berechnung gewissenhaft mit genauen Daten durchgeführt hast, gibt es bei der Einstellung des FOVs noch Fehlerquellen, auf die wir dich im Folgenden hinweisen:
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Sitzabstand nur schätzen: Miss den Abstand aus deiner tatsächlichen Fahrposition und nicht nur ungefähr.
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Standard-FOV des Spiels ungeprüft übernehmen: Eine voreingestellte Zahl muss nicht zur Größe und Position deines realen Monitors passen.
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FOV verändern, um mehr Cockpit zu sehen: Möchtest du höher, tiefer oder weiter vorne sitzen, solltest du dafür möglichst die virtuelle Kamera- oder Sitzposition verändern.
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FOV nur wegen Instrumenten vergrößern: Wenn du wichtige Fahrzeugdaten außerhalb des sichtbaren Cockpitbereichs benötigst, ist ein separates SimRacing-Dashboard häufig die sauberere Lösung, als den FOV nur für eine bessere Sicht auf virtuelle Anzeigen zu erhöhen.
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Auf einzelne Nachkommastellen versteifen: Kann eine Simulation den errechneten Wert nicht exakt abbilden, ist der nächstmögliche Wert in der Praxis vollkommen ausreichend.
Mit unserem FOV-Calculator dein Setup optimieren und durchstarten
Mit einem passend berechneten FOV kannst du die virtuelle Perspektive gezielt auf deinen tatsächlichen Bildschirm und deine Sitzposition abstimmen. Nimm dir deshalb zuerst Zeit, dein Setup auszurichten und die benötigten Maße sauber zu erfassen. Nutze den berechneten Wert anschließend als geometrisch sinnvollen Ausgangspunkt und passe Sitz- oder Kameraposition unabhängig davon an deine persönlichen Bedürfnisse an.
Wenn du Fragen hast oder du dir vor dem Zusammenstellen deines Setups einen praktischen Eindruck von unterschiedlichen Blickwinkeln machen möchtest, kannst du uns gerne in unserer Filiale in Lich besuchen. Unser Team berät dich und hilft dir dabei, dein Setup optimal auszurichten. Mit diesen Einstellungen genießt du nicht nur das perfekte Sichtfeld und eine optimale Darstellung der virtuellen Strecke, sondern kannst vor allem als Profi eine noch bessere Performance aus deinen Rennen herausholen.